Rück- & Ausblick

Oktober 2021

Die Weltwirtschaft hat sich in den letzten Monaten weiterhin positiv entwickelt, jedoch zeigen sich bereits wieder dunklere Wolken am Konjunkturhimmel, was auf mannigfaltige Gründe zurückzuführen ist.

Das sich nun stark verbreitende „Deltavirus“ hat die noch anfangs Jahr aufkeimende Hoffnung auf ein schnelles Ende der Pandemie und der weltweiten Einschränkungen mit aller Härte zu Nichte gemacht. Auch die
Durchimpfung der Weltbevölkerung ist noch lange nicht auf einem Niveau, welches für eine globale Entwarnung sprechen würde. Die Notenbanken sind weltweit immer noch stark damit beschäftigt, die Wirtschaft mit all ihnen
zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen.

Die führenden Zentralbankpräsidenten der USA und Europas haben noch bis vor wenigen Wochen unisono von einer lediglich „vorübergehenden“ Inflation gesprochen. Leider müssen wir nun aber mit immer größerer
Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ein Großteil der Preiserhöhungen auch nach der Pandemie verbleiben und höhere Inflationsraten über längere Zeit zu unserem Alltag gehören werden. Die Energiepreise und vor allem der für Europa äußerst wichtige Gaspreis ist massiv angestiegen und ist nicht nur durch Lieferengpässe begründet, sondern auch durch die Abkehr von Atom und Kohle für die Stromproduktion aufgrund des globalen
Trends hin zu erneuerbaren Energiequellen. Alles wird teurer und auch die Maschinen- und Konsumelektronik Industrie hat große Probleme mit Lieferengpässen bei Computerchips. Insbesondere die weltweite Autoindustrie musste durch die Verknappung der Chips vielerorts bereits die Produktion massiv zurückfahren. Taiwan produziert rund 55 % der weltweiten Computerchips, was die Bedeutung Taiwans für China verdeutlicht und damit auch die Spannungen zwischen China und den USA weiter verschärfen wird.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass sich das Konsumentenvertrauen über die letzten Wochen weltweit wieder deutlich abgeschwächt hat. Wir gehen nun davon aus, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft bereits wieder etwas abkühlt.

Das Dilemma der Notenbanken besteht nun darin, dass den deutlich höheren Inflationsraten eigentlich mit einer
schnellen Rückführung der Liquiditätszufuhr und anschließenden Zinserhöhungen entgegenwirkt werden müsste. Dies dürfte jedoch die fragile Wirtschaftserholung massiv negativ beeinflussen und im aktuellen Umfeld
zu größeren Verwerfungen an den Finanzmärkten führen. Die Nationalbanken werden deshalb wohl mit aggressiven Maßnahmen vorerst noch zuwarten. Mit Zinserhöhungen der Notenbanken rechnen wir frühestens gegen Ende des nächsten Jahres.

Die Märkte haben sich in den letzten Wochen etwas abgeschwächt und tragen damit den vorerwähnten Risiken Rechnung und preisen bereits eine erste Zinserhöhung per Ende des nächsten Jahres ein. Das Umfeld für Aktienanlagen schätzen wir mangels Alternativen vorerst weiterhin positiv ein und bleiben für den Gesamtmarkt gedämpft optimistisch, rechnen aber mit weiterhin größeren Schwankungen. Unsere Anlagen sind breit diversifiziert und auf langfristig wachsende Themen ausgerichtet. Zudem legen wir großen Wert auf Absicherungsstrategien und Edelmetalle.

Wir bleiben am Ball und freuen uns jeden Tag aufs Neue für Sie tätig sein zu dürfen.

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