Rück- & Ausblick 

April 2023

An den Finanzmärkten wird seit langem vor den Risiken durch die massiven Zinserhöhungen der Notenbanken gewarnt. Aber ein Kollaps der Credit Suisse im vergangenen Monat war auch für uns ein
bislang unvorstellbares Szenario. Die nun beschlossene Übernahme des Instituts durch die UBS wurde nur durch massive Garantien der Schweizer Regierung ermöglicht. Die Wut im Land ist gross und wird unweigerlich dazu führen, dass die Finanzinstitute nun noch mehr Eigenkapital benötigen werden und
weitere Regulierungen zu restriktiveren Kreditvergaben führen werden. Lehren aus der Vergangenheit zeigen aber auch, dass Bankenkrisen nie über Nacht bereinigt wurden und negative Auswirkungen
daraus uns wohl weltweit noch über Jahre begleiten werden.

In Anbetracht der stetig zunehmenden Krisenherde auf der Welt haben sich die Finanzmärkte und damit auch unsere Portfolios im ersten Quartal dieses Jahres trotzdem sehr erfreulich entwickelt. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, weshalb wir nachstehend auf einige Punkte vertieft eingehen möchten:

Im Verlauf des letzten Jahres sind die Zinsen weltweit massiv angestiegen. Die Bedienung der Schulden führt insbesondere bei den hochverschuldeten Ländern zu immer höheren Zinskosten und entsprechend steigen die Staatsdefizite. Die Kreditkosten bringen vor allem Klein- und Mittelbetriebe vermehrt in Finanzierungsengpässe, da sie die Zinskosten nur bedingt auf die Kunden überwälzen können oder aber auch durch die restriktiveren Banken gar nicht mehr an Kredite herankommen. Die Auswirkungen von Zinserhöhungen zeichnen sich in der Wirtschaft immer erst mit mehreren Monaten Verzögerung ab und wir rechnen deshalb damit, dass im Verlauf dieses Jahres wohl insbesondere in den USA und Europa mit einem Wirtschaftsrückgang gerechnet werden muss.

Die Notenbanken stehen nun vor einem fast aussichtslosen Dilemma: Erhöhen sie die Zinsen, um der immer noch zu hohen Inflation entgegenzutreten, so riskieren sie einen Wirtschaftsabschwung. Wollen sie aber einer Rezession zuvorkommen und warten erstmals ab oder senken gar die Zinsen im Jahresverlauf, so wird die Inflation sicherlich wieder stärker ansteigen.

Aber machen wir uns nichts vor; die Notenbanker haben nie ein wirkliches Interesse die Inflation zu senken, da Schulden langfristig nur über Geldentwertung massgeblich abgebaut werden können. Daher werden die Währungshüter im Angesicht eines drohenden Einbruchs wohl der Wirtschaft den Vorrang geben und die Notenbankpresse erneut ankurbeln und die Zinsen wieder senken. Die Börse nimmt dieses Szenario bereits vorweg, was die Kurse an den Aktienmärkten zurzeit beflügelt.

Die Spannungen zwischen den USA und China haben sich in den letzten Monaten massiv verstärkt und auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Verbunden mit einem drohenden Wirtschaftsabschwung und der schwelenden Bankenkrise bleiben wir in unserer Anlagepolitik weiterhin sehr vorsichtig. Wir halten an unseren stark übergewichteten Positionen in den Edelmetallen fest, welche uns dieses Jahr bereits deutliche Gewinne beschert
haben.

Unsere Optionsstrategien mildern zudem das Risiko bei unerwarteten Marktschwankungen. Des Weiteren bevorzugen wir Anlagen in Bereichen, welche auch in schwierigen Zeiten profitabel sind. Vorrangig ist jedoch eine breite Streuung aller Anlagen unser grösstes Ziel.

Wir freuen uns, für Sie in diesen spannenden Märkten tätig zu sein und wünschen Ihnen noch einige wunderschöne Frühlingstage.

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