Rück- & Ausblick

Dezember 2021

Ein äußerst bewegtes Jahr liegt nun hinter uns und eine verlässliche Vorhersage was uns das Neue Jahr bringen wird scheint schwieriger zu sein denn je. Die Pandemie hat uns auch nach zwei Jahren noch immer völlig im Griff und ein Ende ist nicht absehbar.

Die Finanzmärkte haben diese Krise bislang jedoch sehr gut gemeistert und unsere verwalteten Vermögen haben sich auch im abgelaufenen Jahr positiv entwickelt.

Ein großes Problem für die Weltwirtschaft liegt in der im letzten Jahr stark angestiegenen Teuerung in vielen Ländern. In den USA lagen die Preise im November 6,8 % höher als ein Jahr zuvor, in Deutschland 5,2 %. Im Vergleich dazu blieb die Teuerung in der Schweiz mit 1,5 % gering. Eine über längere Zeit anhaltend hohe Teuerung senkt die Kaufkraft der Einkommen und zwingt die Notenbanken dazu, Gegensteuer zu geben und die Zinsen deutlich zu erhöhen. Nach Jahrzehnten mit fallenden Zinsen ist eine plötzliche Umkehr der Geld-politik jedoch mit großen Risiken verbunden.

Die immer tiefer sinkenden Zinsen haben Vermögensanlagen wie Immobilien, Aktien und Anleihen gefördert und die öffentliche und staatliche Verschuldung begünstigt. Steigen die Zinsen tatsächlich wieder deutlich, ist mit einem Einbruch dieser Vermögenswerte zu rechnen und die private und öffentliche Verschuldung wird zum Problem.

Die Krisen der letzten Jahre haben die Staaten zu umfassenden Rettungsaktionen veranlasst und so eine Weltwirtschaftskrise wie in den 30er Jahren verhindert. Dies führte jedoch zu massiv höheren Schulden. Angesichts der bislang tiefen Zinssätze und weil diese tiefer lagen als das Wirtschaftswachstum, war die Verschuldung bislang kaum ein Problem. Mit höheren Zinsen steigen jedoch auch die Ausgaben für den Schuldendienst an, was insbesondere bei geringem Wirtschaftswachstum negative Folgen hätte.

Falls sich die Weltwirtschaft weiterhin so positiv weiterentwickelt wie im vergangenen Jahr und die Einkommen stärker steigen als die Zinssätze, sinkt die Verschuldungsquote. Sollten die Preise insbesondere für Energie jedoch weiter deutlich ansteigen, sich die Engpässe in den weltweiten Lieferketten nicht verringern, verbunden mit weiterwachsenden geopolitischen Spannungen, so erhöht dies die Wahrscheinlichkeit einer drohenden Stagflation wie in den 70er Jahren, als eine hohe Inflation von einem Einbruch der Wirtschaft begleitet wurde.

Wir stehen erst am Anfang des neuen Jahres und es ist zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich, eine verlässliche Entwicklung für den Rest des Jahres vorauszusehen. Wir richten unsere Anlagepolitik deshalb auf unsere länger-fristigen Erwartungen aus. Unsere Portfolios sind breit diversifiziert wobei wir vermehrt auf zukunftsorientierte Bereiche wie Klimawandel und Grüne Technologien setzen. Unsere Anlagen in den Edelmetallen sowie temporäre Absicherungsstrategien mildern zudem das Risiko bei unerwarteten Marktschwankungen.

In den vergangenen Jahren ist viel passiert, hoffnungsvoll zu bleiben fällt daher schwer. Doch ohne Hoffnung kann etwas Neues kaum beginnen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute für 2022 und bleiben Sie gesund.

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